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Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen

Eine medien- und rechtssoziologische Untersuchung
zensorischer Einflussnahmen auf bundesdeutsche Populärkultur


Zensur erscheint auf entweder als ein typisches Zeichen für Diktaturen oder für längst ver-gangene Epochen. Aber auch in einem freiheitlichen Rechtsstaat werden die Mittel der Zensur als notwendig erachtet. Gerade am aktuellen Beispiel 'Internet' lässt sich das Kon-trollbegehren von Staat und Justiz deutlich erkennen. Die zurecht verbotenen Phänomene "Kinderpornographie" und "Nazi-Propaganda" werden als Argumente für eine kaum hinter-fragte Zensur instrumentalisiert, die leicht auf andere Bereiche übertragen werden könnte.

Dass es zwischen der unrechtmäßigen Unterdrückung von Medienprodukten und ihrem legalen Verbot auch in Deutschland kompliziert gestaffelte Grauzonen gibt, soll diese umfassende Untersuchung des Soziologen und Kunsthistorikers Roland Seim belegen. Im ersten Teil wird die Geschichte der Zensur ebenso berücksichtigt, wie die Frage nach der menschlichen Faszination an Sex und Gewalt; die Lust, die jeweils verbotenen Grenzen zu überschreiten, gestellt. Außerdem werden die wichtigsten Rechtsgrundlagen und Kontroll-institutionen dargelegt. Der zweite Teil ist den verschiedenen Sparten der Populärkultur gewidmet, aus denen exemplarische Zensurfälle dokumentiert und analysiert werden.

Vom "Gutenberg-Universum" bis zum "Cyberspace" – stets waren es die jeweils neuesten Medien, von denen die Zensoren eine besondere Gefährdung für Jugend und Gesellschaft befürchteten. Eingriffe in Film, Literatur, Kunst, Musik, Comic, Internet und andere Medien werden anhand exemplarischer Fallbeispiele vorgestellt. Ein Vergleich mit den Zensurpraktiken in anderen Ländern Europas und den USA rundet die Studie ab.

Der Autor:

* 11.7.1965 in Münster; Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Soziologie in Münster und Berlin; Januar 1993 Magisterexamen in Kunstgeschichte bei Prof. Dr. Jürg Meyer zur Capellen (Thema: "Die Darstellung von Eros und Thanatos im Frühwerk von Alfred Kubin"); Juli 1997 Promotion zum Dr. phil. in Soziologie. Z. Zt. Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Universität Münster, Autor/Verleger und Vorsitzender des "Gegen Zensur - für die Freiheit der Kunst e.V.", Amselstr. 49, 51069 Köln.

Das Buch:

Die vorliegende Dissertation, des durch seine Veröffentlichungen "Ab 18" (mit Dr. Josef Spiegel) und "Comic: zensiert" (mit Achim Schnurrer) bereits als Zensurforscher bekannt gewordenen Autors, wurde von Prof. Dr. Horst Herrmann betreut und erhielt von der Universität Münster das Prädikat "magna cum laude". Wir wünschen dem Werk, das trotz seines enormen Umfangs spannend und informativ zu lesen ist, die gebührende Ver-breitung. Für die Drucklegung wurde es aktualisiert und um den Abbildungsteil ergänzt.

Roland Seim: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen [...], Münster 1997 [korr. Nachdr. 1998]; zugl. Diss. phil., Univ. Münster 1997. 557 S., kart., Farbcover, umfang-reiche Bibliographie, Personenregister, 20seitiger Abbildungsteil mit etwa 70 Beispielen und englischsprachigem Dissertation Abstract; ISBN 3-933060-00-1, DM 59,80.

Der korrigierte Nachdruck ist seit Juli 1998 erhältlich über den Buchhandel oder beim

Telos Verlag Dr. Roland Seim M.A.

- Verlag für Kulturwissenschaft -

Im Sundern 7-9, D-48157 Münster/Westf.

Tel./Fax: 0251-32 61 60 Kunden-Verkehrs-Nr. 88680

eMail: Roland.Seim@t-online.de Internet: www.geocities.com/zensur2000


For our english users: Dissertation abstract:

"Between Freedom of the Media and Intrusions of Censorship". An examination of media and law sociological research on the influence of censorship on the popular culture of the Federal Republic of Germany.

This study, which focuses mainly on examples from the media in the Federal Republic of Germany, examines the reasons for censorship and the structure that such intrusions on the free speech can take.

The thesis of the art-historian (M.A.) and sociologist (Ph.D.) Roland Seim consists of two main parts: The first lays down the historical-theoretical framework and examines the conditions of censorship on the basis of their legal foundations. This preoccupation of his research includes a summary of the history of censorship which will lead up to the position of post-war West Germany and a description of the role and function of the main institutions which executes censorship. The second part consists of a descriptive-empirical analysis and highlights such intrusions into free speech by pointing to significant examples from diverse genres as literature, film, music, art, comic, satire and new media. The aim to restrict the publication and distribution of material on the internet especially demonstrates the desire of government to control its contends. The state tries to gain influence against unwanted expressions. A lot of different forms of censorship (mainly in Germany) will be explored.

This work contains additional disgressions into matters of political censorship and the fascination of banned material. Questions of how to undermine such interest into prohibited areas are raised and the author establishes the immense difficulties of governing bodies in judging between what can be tolerated and what is to be banned. He also demonstrates how the boundaries of the permissible are in a constant state of change and aims to demonstrate the different (and often subtle) forms of govern-mental, religious and social censorship.

The right of free expression, however, can clash with human dignity. The examples of child pornography and fascistic propaganda should indicate the problematic demand for the total abolition of censorship.

The thesis concludes with a comparative examination of some censorship laws in various European Countries and the United States. This international comparison demonstrates, that the loss of a sense of humour on matters of taste, decency and hallowed icons is not only a German phenomenon.  

Roland Seim: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen (= Between Freedom of the Media and Censorship [...]), Münster/Westphalia 1997: Telos Verlag, Im Sundern 7-9, D-48157 Münster/Germany, Tel./Fax 0049251/32 61 60; PhD thesis ("magna cum laude") at the Westfälische Wilhelms-Universität Münster 1997, germ. lang., 556 pp., 70 ill., SC, ISBN 3-933060-00-1, DM 59,80 (= US-$ 33.00 incl. postage).

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"Ab 18 " -
zensiert, diskutiert, unterschlagen

Beispiele aus der Kulturgeschichte der
Bundesrepublik Deutschland.

"Der dritte Grad" - 3., verbesserte Auflage
Band 1
 

Von der "Politik der Ekstase" (Dr. Timothy Leary) über die "Gebrauchsanleitung zum Selbstmord" (Claude Guillon) bis zu Bret Easton Ellis' "American Psycho", von "Beggars Banquet" (Rolling Stones) bis zu "Debil" (Die Ärzte) - zensiert oder indiziert wurde hierzulande in vielen populärkulturellen Bereichen.

Daß "Zensur" nicht nur mit totalitären Regimen in Verbindung zu bringen ist, sondern auch in demokratischen Systemen eine häufig unterschätzte Rolle spielt, belegen die Autoren. Anhand berühmter wie verdrängter Beispiele zeichnen der Kunsthistoriker und Soziologe Dr. Roland Seim M.A. sowie der Soziologe Dr. Josef Spiegel sozusagen eine Kulturgeschichte "von unten" nach, die in so kompakter Form noch nicht vorlag.

Der Haupttext von Dr. Seim schildert anhand einer illustrierten Fallsammlung die unterschiedlichen Kontrollmechanismen in Film, Comic, Musik, Literatur usw. "Pornographie", "Gewaltverherrlichung" oder "Blasphemie" sind einige Gründe für zensorische Eingriffe, die fast immer mit dem Jugendschutz gerechtfertigt werden.

In den folgenden Teilen des Buches berichten Kulturschaffende wie Jörg Buttgereit, Prof. Klaus Staeck, Ernst Volland und "Die Angefahrenen Schulkinder" von ihren Erfahrungen mit der Zensur.

Abgerundet wird "Ab 18" durch eine Materialsammlung, die Faksimiles von indizierten Medien, Gerichtsurteile und Index-Listen sowie einen Adressenanhang wiedergibt.

Das Katalogbuch vom "Kulturbüro Münster e.V." (alte ISBN 3-930568-03-9) mit Unterstützung vom Institut für Soziologie der Universität Münster erschien erstmals 1994 als ausstellungsflankierende Publikation zur gleichnamigen Wanderausstellung. Erweiterte Neuauflagen folgten.

Texte von: Marc-Stefan Andres, "Die Angefahrenen Schulkinder", Andreas Balsliemke, Jörg Buttgereit, Claudia Denef, Holm Friebe, Dieter Hiebing M.A., Wolf Jahnke, Daniel Krumbein, Gerda Laufenberg, Sascha Roder, Soz.-Päd. (grad.) Achim Schnurrer, Dr. Roland Seim M.A., Dr. Josef Spiegel, Prof. Klaus Staeck, Rudolf Stefen, Petra Uhlenkamp und Ernst Volland.

Der Nachdruck zur 3. Auflage (1995) erscheint seit 1998 mit neuem Farbcover im Telos Verlag.

Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.): "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland.

321 S., über 150 Abb. und viele Faksimiles, br., Farbcover, Münster: Telos Verlag 2000 (Nachdruck der 3. Auflage von 1995), ISBN 3-933060-01-X, DM 29,80

 

Einige Pressestimmen zu: "Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" (Roland Seim, Diss., Münster 1997):

"Seim's book is essential reading [...] The book will appeal to textual critics as well as to sociologists, art historians and historians".

Christina Lee MA, in: Manuscript - Graduate Journal, University of Manchester, 1/98, S. 89f.

"Manche Leute wollen ja immer alles ganz genau wissen [...] Denen sei Roland Seims Dissertation ans Herz gelegt, die schon jetzt ein Standardwerk ist [...] Trotz des natürlich akademischen Duktus ist das Buch auch für den soziologischen Laien gut les- und handhabbar."

Holm Friebe, in: Luke & Trooke, 1/98, S. 44

"Die vorliegende Dissertation ist trotz des enormen Umfangs spannend und infor-mativ zu lesen. Das Buch gehört vor allem in die Hand von Jugendschützern und allen denjenigen, die sich mit Kunst, Zensur und Medien befassen."

Rudolf Stefen, in: JMS-Report, 2/1998, S. 55

"Roland Seim veröffentlichte die bislang umfassendste Untersuchung von Zensur und zensurähnlichen Einschränkungen der Kommunikationsfreiheit".

Dieter Brumm, in: M – Menschen machen Medien, 11/98, S. 47

"Roland Seims Dissertation ist alles andere als angestaubte Wissenschaft, sondern vielmehr ein äußerst lebendig und spannend zu lesendes Fanal gegen staatliche Zensureingriffe [...] Ein im höchsten Maße empfehlens- und lesenswertes Werk, das viele unerträgliche Mißstände offenbart und zutiefst zum Nachdenken anregt." (9 von 10 möglichen Qualitätspunkten)

Harry Lieber, in: Hölle auf Erden - Kompendium 2000, München 1999, S. 1091f.

"Roland Seim legt in diesem Buch ein echtes Standardwerk vor, das über die behandelte Materie außerordentlich sorgfältig und umfassend, systematisch und detailreich, wissenschaftlich-kompetent und verständlich interessant informiert [...] Ich kenne kein Werk zum Thema Zensur und Medienfreiheit, das derart viele Aspekte dieser Problematik aufgreift und verwertet [...] Dem Buch ist eine große Leserschaft zu wünschen, besonders aber sollte jeder Zensor jeglicher Couleur und Provenienz dieses Buch als stets griffbereites Nachschlage- und Mahnwerk in seiner Hausbibliothek haben."

Prof. Dr. Hubertus Mynarek, in: Aufklärung und Kritik, Heft 1/99, S. 166f.

"Wer sich mit dem Verhältnis von Meinungsäußerungs-, Presse-, Rundfunk- und Kunstfreiheit zum Ehren- und Jugendschutz juristisch befassen will, muß das Buch zur Ermittlung der gesellschaftlichen Realität zur Hand nehmen [...] Ich habe das Buch mit großem Gewinn durchgearbeitet".

Dr. Walter Seitz, Vors. Richter am OLG München, in: Zeitschrift für Rechtspolitik, Heft 7/1999, S. 306f.

"Wir in der Medienarbeit [...] sollten es zu unserer Pflichtlektüre erklären, die sich neben der Vermittlung unzähliger Fakten auch noch spannend liest."

Wilfried Schneider, in: BPjS Aktuell, 3/99, S. 13

Einige Pressestimmen zu "Ab 18" (Hrsg. Roland Seim, Josef Spiegel):

"Eine hervorragende, gedankenreiche und gut informierte Dokumentation, mit deren Hilfe man wirklich herrlich in die Verliese des öffentlichen Rechtsempfindens hinabsteigen kann."

Dr. Roger Willemsen in einem Leserbrief vom 31.12.1995

"Der Kunsthistoriker Roland Seim und der Soziologe Josef Spiegel zeichnen Spuren einer Kulturgeschichte 'von unten' nach, die in so kompakter Form wohl noch nicht vorlag."

Rudolf Stefen, in: JMS-Report 5/95, S. 10

"Mit großem Fleiß und Engagement ist in diesem Katalogband vieles zusammengetragen, was in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte mit Indizierungen belegt wurde."

Dr. Angela Graf, in: Buch und Bibliothek 3/96, S. 314

"Eine höchst amüsante und auch lehrreiche Lektüre. Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: Lesenswert! (Revision ausgeschlossen)."

Dr. Alexander Braun, in: Comixene 52, S. 87

"Ein äußerst empfehlenswertes Buch, das nicht allein informativ, sondern auch sehr unterhaltsam und fesselnd ist (Tip der Redaktion)".

Roland Koller, in: Doom - das Phantastik-Magazin, 3/96, S. 44

 

Nach 5 Jahren Sammeln und Suchen erschien im Herbst 1999:

Der kommentierte Bildband zu "Ab 18"
 ["Ab 18" – Band 2]

– zensiert, diskutiert, unterschlagen –

Zensur in der deutschen Kulturgeschichte
 

Ob Video, Internet, Comics, Musik oder Literatur – kein Bereich der Populär-kultur, in dem es nicht mehr oder weniger drastische Zensureingriffe gibt. Fünf Jahre nach Erstausgabe der Zensurdokumentation "Ab 18" legen die Herausgeber hiermit den zweiten Teil als kommentierten Bildband vor.

Von "Akim" bis "Playboy", von "Bravo" bis "Radikal": historische und aktuelle Zensurfälle in der deutschen Kulturgeschichte werden anhand zahlreicher Originalmaterialien veranschaulicht. Berühmte wie seltene Beispiele, die weit-gehend aus dem öffentlichen Blickfeld verschwunden sind, zeigen – zwischen harmlos und frech, skurril und obszön, von witzig bis fragwürdig oder geschmack-los bis gewalttätig – das Spektrum des Zensierbaren, aber auch die Methoden der Zensur auf. Pornographie, Gewaltverherrlichung, Blasphemie, Geheimnisverrat oder Ehrverletzungen sind nur einige der Verbotsgründe. Doch nicht nur tat-sächlich inkriminierte, sondern auch konträr diskutierte Medien werden vor-gestellt. Anhand vieler bislang unveröffentlichter Dokumente stellt sich die Frage nach Zeitgeist und Wertewandel in der Gesellschaft, nach den variablen Grenzen des Tolerierbaren.

Im Anhang sind Dokumente zur Geschichte der Indices und die aktuellen Verbotslisten reproduziert. Eine annotierte Bibliographie mit Neuerscheinungen zum Thema Zensur und ein Verzeichnis von Internet-Adressen erleichtern weitere Recherchen.

Die Herausgeber:

Dr. Roland Seim M. A. ist Kunsthistoriker und promovierter Soziologe, Autor und Verleger, Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie der Universität Münster. Seine Dissertation "Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" (1997, 557 S., ill., ISBN 3-933060-00-1, DM 59,80) ist auch im Telos Verlag erschienen.

Dr. Josef Spiegel ist u.a. diplomierter Künstler und promovierter Soziologe. Er ist Geschäftsführer der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.

Roland Seim, Josef Spiegel (Hrsg.):

'Der kommentierte Bildband zu "Ab 18"' – zensiert, diskutiert, unterschlagen – Zensur in der deutschen Kulturgeschichte; Geleitwort von Rudolf Stefen, Gast-beiträge von Jochen Braunbart; ISBN 3-933060-02-8; Münster: Telos Verlag 1999, Erstausgabe, Herbst '99: numeriert und limitiert auf 1.000 St., 301 S., über 400 Sw-Abbildungen und Faksimiles auf 135gr.-Bilderdruckpapier, Vierfarbcover auf 300gr.-Strukturkarton, Format: 24x17 cm, Preis: DM 49,80

For our English users: English summary:

'Der kommentierte Bildband zu "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen - Zensur in der deutschen Kulturgeschichte' ["Ab 18" -Vol. 2]

'The annotated coffee-table book for "from 18 years up" - censored, discussed, suppressed - Censorship in German cultural history' ["Ab 18" - Band 2]

This illustrated documentary examines the reasons for censorship and the structure that such intrusions on the free speech can take. The annotated book shows mainly examples from the media which are forbidden in the Federal Republic of Germany.

Edited by the art-historian (M.A.) and sociologist (Ph.D.) Roland Seim and the sociologist (Ph.D.) Josef Spiegel the book presents over 400 pictures and facsimiles of doubtful, discussed or banned products of the media in Germany. The reason for prohibition are varied: Pornography, harmfulness to minors, glorification of violence, offence under the Official Secrets Act and illegal political opinions are some of the main reasons to ban media in Germany.

This documentary points out a lot of significant examples from diverse genres as literature, film, music, art, comic, satire and new media. The aim to restrict the publication and distribution of material on the internet especially demonstrates the desire of government to control its contends. The state tries to gain influence against unwanted expressions. A lot of different forms of censorship (mainly in Germany) will be explored.

This work contains additional disgressions into matters of political censorship and the fascination of banned material. Questions of how to undermine such interest into prohibited areas are raised and the author establishes the immense difficulties of governing bodies in judging between what can be tolerated and what is to be banned. He also demonstrates how the boundaries of the permissible are in a constant state of change and aims to demonstrate the different (and often subtle) forms of govern-mental, religious and social censorship.

The right of free expression, however, can clash with human dignity. The examples of (child) pornography and fascistic propaganda should indicate the problematic demand for the total abolition of censorship.

The book contains an annotated bibliography and a list of important internet addresses for further research. The comparison demonstrates, that the loss of a sense of humour on matters of taste, decency and hallowed icons is a variable phenomenon of "Zeitgeist" and the changing of values.

Roland Seim, Josef Spiegel: 'Der kommentierte Bildband zu "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen - Zensur in der deutschen Kulturgeschichte' ["Ab 18" -Vol. 2], Münster/Germany 1999; 301 pp., more than 400 illustrations and facsimiles, german language, SC, ISBN 3-933060-02-8, DM 49,80 (= US-$ 26.00 incl. postage).

 

Einige wichtige Periodika zum Thema Zensur mit Bezugsadressen:

BPjS-Aktuell. Amtliches Mitteilungsblatt der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften und Medieninhalte, Kennedyallee 105-107, 53175 Bonn (mit Indices); E-Mail: bpjs.bonn@t-online.de; Homepage: www.bpjs.bmfsfj.de

Gauntlet - Exploring the Limits of Free Expression, Dept. A96, 309 Powell Rd., USA-Springfield, Pa. 19064

Index on Censorship, Lancaster House, 33 Islington High Street, GB-London N1 9LH (dort auch "Article 19: International Centre against Censorship")

JMS-Report (Jugend-Medien-Schutz-Report), hrsg. von Rudolf Stefen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Jugendschutz e.V., Dreieck 13, 53111 Bonn (enthält alle aktuellen Indices und interessante Beiträge zum Jugendschutz)

Annotierte Bibliographie einiger Neuerscheinungen zum Thema Zensur:

Anmerkung: Hier sollen nur einige in unserem Zusammenhang interessante aktuelle Bücher vorgestellt werden. Ein ausführliches Literaturverzeichnis findet sich in Roland Seims Dissertation "Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen" (1997). Aktuellere deutschsprachige Neuerscheinungen sind auch im Internet z.B. unter: www.buchhandel.de (Verzeichnis der lieferbaren Bücher VLB) und unter: www.ddb.de (Nationalbibliographie der Deutschen Bibliothek) recherchierbar.

Baacke, Dieter / Farin, Klaus / Lauffer, Jürgen (Hrsg.): Rock von Rechts II. Milieus, Hintergründe und Materialien, Berlin 1999.

Reich illustrierte medienpädagogische Beiträge zum Verständnis von rechtsideologischer Rockmusik. Textauszüge, Plattencover und eine Liste der Rechtsrock-Veröffentlichungen (auch indizierte/verbotene) Tonträger bieten gute Einblicke in diese Subkultur.

Beisel, Daniel: Die Kunstfreiheitsgarantie des Grundgesetzes und ihre strafrechtlichen Grenzen, Heidelberg 1997, zugl. Diss. jur., Univ. Tübingen.

Für eine juristische Dissertation über Zensur erfrischend unkonventionell geschrieben, plädiert der Autor kompetent und anschaulich für eine weit gesteckte Kunstfreiheit. Fast schon interdisziplinär angelegt, bezieht die umfassende Studie auch außerjuristische Ansätze und vielfältigste Literatur mit ein. Auch für Nicht-Juristen sehr empfehlenswert, aber mit DM 218.- leider ziemlich teuer. Zur Not sollte man sich das in Juristenkreisen nicht unumstrittene Buch in einer Universitätsbibliothek ausleihen.

Bertler, Andreas & Lieber, Harry: Hölle auf Erden Kompendium 2000, München 1999.

In diesem sehr imposanten Wälzer (rund 1200 S.!) besprechen und bewerten die Autoren über 4500 Filme und 350 Bücher aus dem im weitesten Sinne phantastischen Genre (Horror, Fantasy, Action etc.). Anfangs eher belächelt, hat sich das reich mit Standfotos bebilderte Nachschlagewerk zu einem empfehlenswerten Ratgeber gemausert, der auch Filme erwähnt, die bei Frank Trebbin nicht vorkommen – Das umfangreichste deutschsprachige Filmlexikon seiner Art mit guten Preis-Leistungsverhältnis. [Das frühere Kompendium war auch als CD-ROM mit farbigen Cover-Abb. und kurzen Filmsequenzen erhältlich, bis das AG Tiergarten es im März 2000 beschlagnahmen ließ].

Bethmann, Andreas: The Best of Art of Horror 1 und 2, Hille 1996 und 1997.

Die jeweils knapp 200seitige Zusammenstellung zahlreicher sog. Schnittberichte, die in der Heftreihe "Art of Horror" erschienen sind, dürften den Fan von Horrorfilmen interessieren. Im ersten Teil sind zudem Index-Listen und die Begründung der Indizierung des "Moviestar"-Sonderheftes "Zombies" (mittlerweile aufgehoben) abgedruckt. Vor allem im Band 2 finden sich einige spannende Kapitel zur Zensurpraxis und anderen Themen. Angereichert ist das Ganze mit vielen Schwarzweißfotos von Covern und Standbildern. Aktuell erschien eine "Millenniumsausgabe" als aktualisierte Kompilation beider Teile.

Ders.: Deep Red Gore Handbook – Die 100 blutigsten Horrorfilme, o.O. (Hille) 1999.

Name ist Programm bei diesem Fan-Buch. In zwei unterschiedlichen Versionen (als schwarzweißer Normal- und als farbig illustrierter Luxusausgabe) bringt Bethmann eine subjektive Auswahl der heftigsten Splattermovies. Für jeden Film stehen zwei Seiten für Text und sehr anschauliche Fotos zur Verfügung. Persönliche Bewertungen, Angaben zum eventuellen Verbot und der Abdruck des Film-Indexes der BPjS (nur in der farbigen Luxusversion) runden die pralle Kompilation ab.

Bilder, die lügen: Begleitbuch zur Ausstellung im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.), Bonn 1998.

Das Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung ist zwar interessant und handwerklich solide gemacht, aber etwas arg harmlos ausgefallen. So werden die Aspekte der Wirklichkeitsmanipulation durch Veränderung der Medien wohl durch zahlreiche Bildbeispiele und knappe Texte gut veranschaulicht. Hingegen waren die Verantwortlichen bei Themen wie Comic und Jugendschutz leider nicht mutig genug, Roß und Reiter anhand einschlägiger Beispielillustrationen zu nennen.

Billen, Mechthilde: Die Bedeutsamkeit der Medien hinsichtlich der Gewaltbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen in den alten Bundesländern, schriftliche Hausarbeit im Rahmen des Ersten Staatsexamens im Fach Pädagogik, Univ. Münster 1999 (unveröffentlicht).

Ausgehend von der Anklage gegen den Alpha Comic Verlag untersucht die Arbeit sowohl die Rolle der Medien bei der Sozialisation von Minderjährigen als auch die Funktion des Jugendschutzes und die ihm zugrundeliegenden pädagogischen Ansätze. Billen kommt u.a. zum Schluß, daß Verbote nicht zur notwendigen Medienkompetenz beitragen können.

Bodmer, Marc: Artikel 135 StGB - Gewalt in den Massenmedien: Gewaltdarstellung und Pornographie als Ursache für abweichendes Verhalten? [Arbeitstitel], Diss., Univ. Fribourg/Schweiz [in Vorbereitung].

Die Untersuchung befaßt sich mit dem 1989 im Schweizer Gesetzbuch eingeführten Artikel 135, der zu einer Art Zensur führen könnte. Kurator der Dissertation ist Daniel Ortolan, dem ich diesen Hinweis auf die noch nicht abgeschlossene Arbeit verdanke.

Boone, Aron (d.i. Heiko Bender): Kannibalen!, Hille 1998.

Ein Buch von Fans für Fans aus der "Moviestar"-Buchschmiede. Der Autor stellt die den meisten Zuschauern wohl nur noch durch die Indices bekannten Filme vor, präsentiert die 'Steckbriefe' der (vorwiegend italienischen) Regisseure der Kino-Kannibalen-Filme und hängt einige Real-Life-Kapitel dran. Das Ganze weist leider Unmengen von (Druck-) Fehlern auf, aber die vielen Infos und z.T. farbigen Abbildungen entschädigen dafür.

Couvares, Francis G. (Ed.): Movie censorship and American culture, Washington 1996.

Angefangen von den Lichtspieltheaterlizenzen über den "Hays Code" in Hollywood und der politischen Zensur im Kalten Krieg bis hin zur konträren Diskussion um Sex, Gewalt und Blasphemie beleuchten die Aufsätze der elf Autoren dieses beim "Smithsonian Institut" erschienenen Buches die Zensurgeschichte amerikanischer Filme.

Deichmohle, Jan: Zensiert. Ideologiekritik am Feminismus, Frankfurt/M. o.J. (1997).

Recht wirrer, im Selbstverlag herausgebrachter Text mit dem verheißungsvollen Unter-titel "Meinungsfreiheit statt Zensur" – leider aber eine unzusammenhängende Ansammlung von Zitaten, enttäuschungstriefenden Erlebnisberichten und Spekulationen.

Demandt, Alexander: Vandalismus: Gewalt gegen Kultur, Berlin 1997.

Dieser sorgfältige historische Abriß von Kunstfrevel, Bildersturm und Zerstörung von Kulturwerken seit der Antike befaßt sich zwar nicht mit Zensur im klassischen Sinne, fügt dem Thema der Beseitigung mißliebiger Geistesprodukte aber spannende Aspekte hinzu.

Determann, Lothar: Kommunikationsfreiheit im Internet. Freiheitsrechte und gesetzliche Beschränkungen, Baden-Baden 1999.

Umfangreiches (653 S.) und teures (DM 198.-) Kompendium eines Rechtsanwaltes zur Rechts- und Wirtschaftspraxis, zum Jugend-, Ehr-, Verbraucher- und Datenschutz.

Dirk, Rüdiger / Sowa, Claudius: Teen Scream. Titten & Terror im neuen amerikanischen Kino, Hamburg 2000.

Die Autoren widmen sich dem seit Wes Cravens "Scream" wieder erfolgreichen Subgenre der Teenie-Slasher. Neben eher subjektiven Einschätzungen und Erwähnungen älterer Gore-Streifen wie "Maniac" findet sich eine Kompilation aller seit 1996 erschienenen US-Streifen zu diesem Thema. Auch das Thema Zensur wird kurz gestreift.

Drücke, Bernd: Zwischen Schreibtisch und Straßenschlacht? Anarchismus und libertäre Presse in Ost- und Westdeutschland, Ulm 1998, zugl. Diss. phil. 1998, Univ. Münster.

Die auf ihrem Gebiet als Standardwerk einzuschätzende, umfangreiche (640 S.) soziologische Doktorarbeit zeigt anhand vieler Beispiele auch die staatlichen Repressionen gegen anarchistische Underground-Organe auf. Viele Textillustrationen zeugen von der Vielfalt nicht zuletzt der oftmals gewitzten Zensurumgehungsstrategien innerhalb eines (Sub-)Kulturbereiches, den unser vorliegendes Buch nicht näher eruieren kann.

Dunkhase, Dirk: Das Pressegeheimnis. Wandel und Perspektiven gesetzlicher Sicherungen der Pressefreiheit gegen strafprozessuale Zwangsmaßnahmen, Diss. jur., hier Berlin 1998.

Erdemir, Murad: Filmzensur und Filmverbot: Eine Untersuchung zu den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die strafrechtliche Filmkontrolle im Erwachsenenbereich, Marburg 2000, zugl. Diss. jur. 1999, Univ. Marburg.

Die in der Reihe "Kriminalwissenschaftliche Studien" erschienene juristische Doktorarbeit widmet sich dem Problem des Verbotes von gewaltverherrlichenden und pornographischen Filmen. Der Autor kommt u.a. zu dem Ergebnis, daß nachträgliche Verbote in aller Regel die grundgesetzliche Freiheit nicht verletzen und keine Zensur darstellen. Letztlich komme es auf Einzelfallprüfungen an. Informative Studie mit - wie bei Fachliteratur leider üblich - ungünstigem Preis-Leistungsverhältnis (DM 77.- bei 244 S.).

Fellner, Sabine: Kunstskandal! Die besten Nestbeschmutzer der letzten 150 Jahre, Wien 1997.

Die promovierte Kunsthistorikerin Fellner behandelt in ihrem Buch die "chronique scandaleuse" der neueren Kunstgeschichte. Sie zeigt, welchen Ärger die heutzutage zumeist als harmlos etablierten Werken z.B. von Klimt bis zu Hermann Nitsch erregten.

Fiedler, Christoph: Die formale Seite der Äußerungsfreiheit: Zensurverbot und Äußerungs-grundrechte, Berlin 1999, zugl. Diss. jur. 1997/98, Univ. Bonn.

Fachlich versierte und fleißige (560 S .) juristische Dissertation zu dem bekannten Problem – für Nicht-Juristen aber eher unanschaulich und entsprechend langweilig zu lesen. Erstaunlich, daß sich angesichts vieler ähnlich gelagerter Studien (von denen das Literaturverzeichnis nur wenige erwähnt) noch neue Aspekte finden lassen.

Finke, Thorsten: Die strafrechtliche Verantwortung von Internet-Providern, Tübingen 1998, zugl. Diss. jur. 1998, Univ. Tübingen.

Der Fall "CompuServe" und die Einführung des sog. "Multimedia-Gesetzes" (IuKDG) 1997 offenbarten den Klärungsbedarf im juristischen Neuland Internet. Einen interessanten Beitrag zu dem hochaktuellen Thema liefert diese Dissertation. Sie schildert, was im Netz verboten ist, welche Gesetze zur Anwendung kommen und ob die Provider für ihre Inhalte haftbar gemacht werden können bzw. sollen. Finke plädiert für mehr Eigenverantwortung der Betreiber und eine internationale Rechtsprechung zur Ahndung von Urhebern und Empfängern strafbarer Online-Inhalte.

Foerstel, Herbert N.: Banned in the Media. A Reference Guide to Censorship in the Press, Motion Pictures, Broadcasting, and the Internet, Westport/USA 1998.

Solides Buch über Zensur in Amerika mit historischen Übersichten, 31 wichtigen Urteilen, Listen/Internet-Adressen von Organisationen und einer schmalen Bibliographie.

Freedom and Responsibility. What we have done, why we do it - Texts, Reports, Essays, NGOs, Yearbook 1998/1999, Represenative On Freedom of the Media, Wien 1999.

300seitige englischsprachige Aufsatzsammlung zu den Aktivitäten der von Freimut Duve geleiteten OSZE-Abteilung mit vielen Beiträgen über den Zusammenhang von Meinungsfreiheit, Kultur und Medien + eine Liste engagierter nichtstaatlicher Organisationen.

Die Freiheit des Verlegers. In Verantwortung für ein Menschenrecht. Herausgegeben. vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. aus Anlaß der 50. Frankfurter Buchmesse, Frankfurt/M. 1998.

Der deutsch- und englischsprachige Reader versammelt internationale Essays zur Freiheit des Wortes und listet zahlreiche NG-Organisationen, die sich für die Meinungsfreiheit einsetzen, mit Kontaktadressen, Arbeitsbereichen und Selbstbeschreibungen auf.

Gärtner, Stefan: Zum Einfluß der Meinungsfreiheit auf § 1 UWG am Beispiel der Problemwerbung, München 1998, zugl. Diss. jur., München 1996.

Schockwerbung à la Benetton kann nicht nur vom Werberat abgemahnt, sondern auch von Gerichten verboten werden. Welche Botschaften aufgrund welcher Rechtsprechung untersagt sind und inwieweit derlei Eingriffe gegen die Meinungsfreiheit verstoßen, untersucht diese rechtswissenschaftliche Doktorarbeit anhand des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb.

Gamboni, Dario: Zerstörte Kunst. Bildersturm & Vandalismus im 20. Jahrhundert, Köln 1998.

Der Schweizer Kunsthistoriker referiert über moderne Varianten des sog. Ikonoklasmus', das mutwillige Zerstören von Kunstwerken, das Schleifen von Kulturstätten und die 'damnatio memoriae', d.h. das Auslöschen der Erinnerung - bevorzugt an unterlegene Gegner. Auch der alltägliche Vandalismus, etwa das Beschmieren von Museums-exponaten, wird erwähnt.

Gerhardt, Rudolf und Pfeifer, Hans-Wolfgang (Hrsg.): Wer die Medien bewacht. Medienfreiheit und ihre Grenzen im internationalen Vergleich, Frankfurt/M. 2000.

Pressefreiheit, Wahrheit und die Macht der Presse sind die Themen des Sammelbandes.

Godwin, Mike: Cyber Rights. Defending Free Speech in the Digital Age, New York 1998.

352 Seiten starkes Buch eines der ersten Anwälte, die sozusagen im Cyberspace leben und arbeiten. Es behandelt Internet-Rechtsfragen "surrounding free speech and the right to privacy", beispielsweise, ob die 'analogen' Gesetze gegen Beleidigung und Verleumdung auch für elektronische Botschaften (e-mails usw.) gelten.

Graupmann, Jürgen: Das Lexikon der Tabus, Bergisch Gladbach 1998.

Von "Abdecker" bis "Zoophilie" umreißt der Autor allerlei Themen, die aus unterschiedlichen Gründen gemeinhin eher verschwiegen werden. Sexuelle Perversionen werden ebenso erwähnt wie religiöse Tabus, Ungeziefer oder Körpersekrete. Na ja! Vielleicht haben sich einige Tabus doch zurecht in der Menschheitsgeschichte durchgesetzt.

Grimm, Jürgen: Fernsehgewalt. Zuwendungsattraktivität – Erregungsverläufe – Sozialer Effekt, Opladen/Wiesbaden 1999.

Das seit 1995 angekündigte Mammutwerk (812 S.) beruht auf einer empirischen Studie und kommt u.a. zu dem Ergebnis, daß es keine monokausalen Erklärungen zwischen Mediengewalt und sozialunverträglichen Effekten gibt.

Gruhler, Alexander K. A.: "Das Ende der "totalen" Freiheit im Internet: Die Auswirkungen inkriminierter Inhalte auf die Informationsgesellschaft", Marburg 1998.

Schmales, aber recht interessantes Buch über die internationalen Eingriffsmethoden in den Cyberspace. Illustriert mit einigen grob gerasterten Screenshots. Zahlreiche themenrelevante (leider z.T. veraltete) Internet-Adressen im Anhang.

Henscheid, Eckhard und Henschel, Gerhard: Jahrhundert der Obszönität. Eine Bilanz, Berlin 2000.

Vermuteter oder tatsächlich als solche empfunderner Schamlosigkeit in der deutschen Kultur gehen die bekannten Satiriker nach. Da bei öffentlichen Obszönitäten auch der Ruf nach Eingriffen laut wird, sei für das Thema Zensur auf dieses Buch hingewiesen.

Hepp, Michael und Otto, Viktor (Hrsg.): "Soldaten sind Mörder". Dokumentation einer Debatte 1931-1996, Berlin 1996.

Die Quellensammlung dokumentiert den jahrzehntelangen Streit zwischen Meinungsfreiheit und Beleidigung/Ehrverletzung um die Äußerung des berühmten Satirikers Kurt Tucholsky seit der Veröffentlichung in der "Weltbühne" bis hin zur (geplanten) "Lex Bundeswehr". Besonders spannend sind die wiedergegebenen Strafprozesse und Urteile.

Herzog, Marco: Rechtliche Probleme einer Inhaltsbeschränkung im Internet, 2000.

Holey, Jan Udo: Die Akte Jan van Helsing. Eine Dokumentation über das Verbot zweier Bücher im „freiesten Land deutscher Geschichte", Fichtenau 1999.

Vom betroffenen Autor der verbotenen Bücher „Geheimgesellschaften im 20. Jahrhundert" kommentierte Sammlung von Prozeßakten und Meinungen sowie ein einführender Kommentar zum Problem von Meinungsfreiheit und Zensur an diesem Beispiel. Ein Urteil möge sich jeder selbst dazu bilden. Viele Stellen - vor allem Namen und im Urteil inkriminierte Textpassagen und Formulierungen - wurden vom Autor geschwärzt.

Hügel, Hans-Otto (Hrsg.): Populäre Kultur – Ein Handbuch, Stuttgart 2000 (in Vorbereitung).

Wir möchten auf dieses sich spannend anhörende Handbuch hinweisen, das im J. B. Metzler Verlag erscheinen wird. Es stellt auf rund 500 S. u. a. Konzepte, Grundbegriffe, Rezeptionsfiguren, Medien und Themen der Populärkultur (auch zur Zensur) vor.

Jensen, Carl & Project Censored: 20 Years of Censored News, New York 1997.

Der Soziologe Prof. Dr. Carl Jensen gibt mit seiner Projektgruppe seit 1976 das Jahrbuch "Censored – The news that didn't make the news – and why" heraus (aktuell "Censored 2000"). Dort sind vor allem politische Nachrichten und Stories dokumentiert, die aus diversen Gründen in den Medien der Staaten unterdrückt wurden.

Jones, Derek (Ed.): Censorship – an International Encyclopedia, (in Vorbereitung).

Herausgeber Derek Jones, Direktor der "International Summer School on Censorship" der University of Cambridge, dürfte Garant für die Qualität dieses Sammelbandes sein, der in nächster Zeit wohl bei der Cambridge University Press/England erscheinen soll.

Jugendschutz und Filtertechnologien im Internet. Eine Untersuchung der Secorvo Security Consulting GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie – Referat Öffentlichkeitsarbeit, BMWi -Dokumentation Nr. 472, Berlin 2000.

Den neuen Anforderungen an einen Jugendschutz im Zeitalter digitaler Unübersichtlichkeit widmet sich diese lesenswerte Studie (Stand August 1999). Neben der Bewertung der getesteten technischen Kontrollmöglichkeiten durch Kategoriensysteme, ratinggestützte Filterprogramme usw. wird auch kurz die mediensoziologische Dimension erwähnt.

Kerekes, David: Sex Murder Art – The Films of Jörg Buttgereit, revised & updated edition, Manchester/England 1998.

Der aktualisierte Reprint des 1994 erschienenen Buches über den Berliner Filmemacher stellt dessen Filme vor und wartet für Fans u.a. mit Reproduktionen aus dem Buttgereit'schen Photoalbum auf. Interessant in unserem Zusammenhang ist neben dem zeitweiligen "Nekromantik 2"-Verbot der "Warner Bros."-Fall: der Filmriese untersagte Jeslinski & Buttgereit, ihr JB-Logo wegen Verwechselungsgefahr weiter zu verwenden.

Kiste Nyberg, Amy: Seal of approval. The history of the comics code, Jackson/USA 1998

Die für den Druck überarbeitete US-Dissertation ist für den Kulturhistoriker interessant, der sich mit der Entwicklung der Comic-Repressalien seit Dr. Wertham beschäftigen möchte. Die Autorin (Prof. an der Seton Hall University) erforscht u. a. die Gründe der Aktionen gegen Comics durch einzelne (vor allem religiöse) Gruppen.

Klewer, Detlef: Der Splatterfilm Band 1 und 2, Hille 1997 und 1998.

Diese liebevoll gestalteten und mit zahlreichen S/W- und Farbabbildungen angereicherten "Moviestar"-Bücher eines langjährigen Filmfreaks führen in die Welt eines von Justiz und Jugendschutz gehaßten, von vielen Fans aber geliebten Subgenres. Filmographien mit chronologischen Übersichten und subjektiven Bewertungen zahl-reicher Splatterstreifen erhöhen den Nutzwert für den geneigten Fan.

Knoll, Joachim H.: Jugend, Jugendgefährdung, Jugendmedienschutz, Münster 1999.

Der emeritierte Pädagogikprofessor stellt in dieser Studie dem rechtlichen Jugend-medienschutz das verstehende Nachvollziehen der gesellschaftlichen Medienwelt als Lebenswelt zur Seite. Der Verfasser beschreibt den Wertewandel und setzt auf eine libe-rale Selbstkontolle der Medienanbieter als Ausdruck gesellschaftlicher Selbstregulation.

Knoll, Joachim H., Monssen-Engberding, Elke (Hrsg.): BRAVO, Sex und Zärtlichkeit. Medienwissenschaftler und Medienmacher über ein Stück Jugendkultur, Mönchengladbach 2000.

Mit (harmlosen) Covern illustrierte Aufsatzsammlung zur auflagenstärksten Jugendzeitschrift Deutschlands, die in ihrer Geschichte schon des öfteren mit dem Jugendschutz konfligierte. Hier besonders spannend sind die jeweiligen Indizierungsbegründungen.

Kolb, Anton (Hg.): Cyberethik. Verantwortung in der digital vernetzten Welt, Stuttgart 1998.

Zwischen der Verharmlosung und der Verteufelung stellt der Cyberspace für viele eine 'terra incognita' dar. Welche Moralethik im Netz der Neuen Medien herrschen sollte, wird in mehr oder weniger medienkompetenten philosophischen Beiträgen dargelegt.

Die Landkarte der Zensur. Erzählungen, Reportagen und Essays für die Freiheit des Wortes aus Index on Censorship, Hrsg.: Heinrich-Böll-Stiftung und die tageszeitung, Berlin 1998.

Der Band versammelt wichtige Artikel des englischen Magazins, das seit über 25 Jahren Verletzungen der Meinungsfreiheit in aller Welt dokumentiert und kommentiert. Die taz veröffentlichte bis vor kurzem ausgewählte Beiträge in deutscher Übersetzung, die die Grundlage für dieses von Uta Ruge eingeleiteten Buches bilden.

Die Legende der lebenden Toten. Filmische Realität des Grauens, Hille 1997.

In dem "Moviestar"-Sammelband widmen sich Detlef Klewer u.a. einigen Aspekten des von der Zensur besonders bedrohten Film-Subgenres der Zombies. Besonders die Filmo-graphie hält allerlei aussagekräfiges (Farb-)Bildmaterial für den geneigten Fan parat.

Lessig, Lawrence: Code and Other Laws of Cyberspace, New York 1999.

Der amerikanische Verfassungsrechtler Lessig stellt die These auf, es könne nur durch staatliche Kontrolleingriffe und Übernahme der Grundwerte in den Cyberspace verhindert werden, daß das Internet zu einem Werkzeug totaler Kontrolle wird, da das Netz die besten Voraussetzungen für eine Überwachung biete. Statt zur Zensur fordert er aber vielmehr die Bürger auf, Verantwortung im Cyberspace zu übernehmen.

Liggeri, Domenico: Mani di forbice - La censura cinematografica in Italia, Edizioni Falsopiano, Alessandria/Italien 1997.

Dieses italienische Buch, das mir Daniel Ortolan freundlicherweise zur Verfügung stellte, befaßt sich auf gut 400 S. mit der Filmzensur in Italien. Es stellt u.a. die gesetzlichen Grundlagen vor und zeigt auf Bildtafeln Szenenfotos einiger bekannter (und weniger bekannter) Fälle. Zudem enthält es Listen mit Altersfreigaben von Filmen, die von 1982-1996 in Italien geprüft wurden.

Löffler, Severin: Mediendelikte im IPR und IZPR. Persönlichkeitsverletzungen durch Medien im Spiegel des deutschen, französischen, schweizerischen und österreichischen Rechts unter besonderer Berücksichtigung des Internets und des Gegendarstellungsanspruchs, Frankfurt/M. u.a. 2000, zugl. Diss. jur.

Die steigende Zahl von Medienunternehmen und die vereinfachte Informations-verbreitung im Internet lassen auch die Persönlichkeitsrechtsverletzungen ansteigen. Der Frage nach der Rechtsordnung geht diese juristische Dissertation nach.

Maier-Rabler, Ursula et.al.: Netz ohne Eigenschaften. Nationale und internationale Netz-kommunikation im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit, informationeller Selbstbestimmung und staatlicher Reglementierung, Salzburg 1995.

Dieser vom österreichischen Wissenschaftsministerium in Auftrag gegebene Sammelband mit Aufsätzen u.a. zum Thema Zensur und Internet lag mir leider nicht vor.

Merz, Susanne: Strafrechtlicher Ehrenschutz und Meinungsfreiheit, Frankfurt/M. u. a. 1998, zugl. Diss. jur., Heidelberg 1997.

Leider lag mir diese juristische Dissertation nicht vor.

Mynarek, Hubertus: Die neue Inquisition. Sektenjagd in Deutschland. Mentalität - Moti-vation - Methoden kirchlicher und staatlicher Sektenbeauftragter, Marktheidenfeld 1999.

Der bekannte Kirchenkritiker Prof. Dr. Mynarek widmet sich in seinem aktuellen Werk auf rund 500 S. der modernen 'Hexenjagd' auf Andersgläubige, die in den Augen staatlicher und kirchlicher Bedenkenträger eine öffentliche Gefährdung darstellen. Obwohl der Vergleich mit den zahllosen Justizmorden der historischen Inquisition fragwürdig erscheint, räumt diese bemerkenswerte Studie mit liebgewonnenen Vorurteilen auf.

Neumann-Klang, Sybille: Das Recht am eigenen Bild aus rechtsvergleichender Sicht, Frankfurt/M. u.a. 1999, zugl. Diss. jur.

Der internationale Rechtsvergleich (Europa und USA) untersucht das Spannungsfeld zwischen der Meinungs- und Informationsfreiheit und dem Privatrecht am eigenen Bild.

New Code Words for Censorship. Modern Labels for Curbs on the Press, Editor: Marilyn J. Greene, published by The World Press Freedom Committee, Reston/USA 2000.

Eine aufschlußreiche Sammlung von internationalen Beiträgen, die sich mit neuen harm-los klingenden Bezeichnungen für Zensur befassen, z.B. "Responsibilities to the Press", "Self-regulation", "Code of Ethics", "Banning Hate Speech", "Truthful news" usw.

Nordbruch, Claus: Sind Gedanken noch frei? Zensur in Deutschland, München 1998.

Dieses Buch zeigt, daß auch und gerade rechts orientierte Autoren die Meinungsfreiheit auf ihre Fahnen schreiben. Wer es mit der Redefreiheit ernst meint, sollte aber auch solche Stimmen hören, die ihre Position angesichts zahlreicher Prozesse wegen und Verboten von rechtsideologischen Schriften verständlich finden. Obschon nicht schlecht geschrieben, stellt sich das Buch aber rasch als Mogelpackung heraus, etwa wenn die Kapitel mit Zitaten dezidiert liberaler oder linker Geistesgrößen eingeleitet werden. Mit entsprechend kritischer Distanz gelesen kann man Nordbruch durchaus sonst vernachlässigte Aspekte abgewinnen, die womöglich eingefahrene Standpunkte erweitern.

Ortolan, Daniel: Medien und Medienwirkung. Die modernen Kommunikationsmittel in der Reflektion, München 1999.

Der umtriebige Schweizer Medienforscher Daniel Ortolan legt mit diesem Buch eine geistreiche Analyse der wichtigsten Massenmedien wie Film und Internet vor. Bereichert wird das Werk u.a. um Aspekte der Wirkung von Gewalt, der Eriehung zur Medien-kompetenz sowie um relevante Ansätze der Rezeptions- und Gehirnforschung.

O'Toole, Laurence: Pornocopia. Porn, Sex, Technology and Desire, London 1998.

Die Geschichte der Pornofilme bis zum Cyberspace ist das Thema dieses leider nur mäßig originellen Buches. Naturgemäß werden auch unterschiedliche Zensureingriffe erwähnt. Im Anhang befindet sich eine Videographie der nach Meinung des Autors 'wichtigsten' Filme dieses Genres.

Pieper, Werner (Hrsg.): Verfemt – Verbannt – Verboten. Musik & Zensur. Weltweit, Löhrbach 1999.

Der mit Blick auf weltweite Musikzensur angelegte Reader besteht zu großen Teilen aus der Übersetzung des "Index on Censorship"-Heftes 6/98, enthält aber auch kurze Einblicke in die Zensur der deutschen Musikszene. Einer Teilauflage liegt eine CD bei.

Pinups, Pornos, Polit-Chaoten – Jugendgefährdung in Online-Diensten. Ein Ratgeber für Eltern, Lehrer und Sozialarbeiter. Hrsg.: Landestelle Jugendschutz Niedersachsen, Hannover 1996 (Medienbüro Dirk Lehnhoff).

Der als Aufklärer intendierte Ratgeber für besorgte Erzieher geriet vor allem wegen seines Adressenanhangs in die Kritik, da er von Jugendlichen als Wegweiser zu fragwürdigen Online-Inhalten verwendet werden könnte. Auch die dezidierte Haltung gegen neue Gesetze und eine Internet-Zensur erregte vielerorts Unmut.

Platt, Charles: Anarchy online – net sex/net crime, New York 1997.

Laut Cover schildert der "Wired magazine"-Autor "the truth behind the hype". Das in zwei Hauptthemenkomplexe geteilte Buch widmet sich im Kapitel 'Sex' der Entwicklung expliziter Netzinhalte: Der Bogen reicht von "Real-life radicals, Cyberpunks and Censors" "to control speech online". Das Kapitel 'Crime' reicht "From pirates to prosecutors" und handelt von "Real-life lawbreakers on the electronic frontier".

Post, Robert C. (Ed.): Censorship and Silencing: Practices of Cultural Regulation, Los Angeles/USA 1998.

Dieser Sammelband der Getty-Stiftung vereint Referate des gleichnamigen Symposiums Ende 1995. In kulturhistorischen, politischen und juristischen Texten werden Definitionsfragen um die Zensur diskutiert und z.B. die "Auschwitz-Lüge" aus US-Sicht thematisiert.

Prinz, Matthias und Peters, Butz: Medienrecht. Die zivilrechtlichen Ansprüche, München 1999.

Die bekannten Promi-Anwälte haben aus dem reichen Schatz ihrer Erfahrungen einen dickleibigen Wälzer zusammengestellt, der u.a. zahlreiche Fälle wie die von Prinzessin Caroline von Monaco gegen diverse Postillen wie "Gala" oder "Bunte" schildert.

Protecting Yourself Online: The Definitive Resource on Safety, Freedom and Privacy in Cyberspace, Hrsg.: Electronic Frontier Foundation, USA (Blue Ribbon Campaign).

Leider lag uns dieses US-Buch über Internetfreiheit nicht vor, aber der Titel dürfte sprechend genug sein. Kontakt: http://www.eff.org/ (Electronic Frontier Foundation).

Pruys, Guido Marc: Die Rhetorik der Filmsynchronisation. Wie ausländische Spielfilme in Deutschland zensiert, verändert und gesehen werden, Tübingen 1997, zugl. Diss. phil. 1997, Univ. Tübingen.

Ausgehend von "Casablanca", dem wohl bekanntesten Zensurfall durch manipulative Synchronisation, analysiert der Autor die wenig erforschten Mechanismen und Absichten bei der'Eindeutschung' von ausländischen Filmen.

Reinsdorf, Clara und Paul (Hrsg.): Zensur im Namen des Herrn. Zur Anatomie des Gotteslästerungsparagraphen, Aschaffenburg 1997.

Über Jahrhunderte hatte die Institution Kirche maßgeblichen Einfluß auf das gesell-schaftliche Leben. Welche zensorischen Auswirkungen die religiös motivierte Zensur im heutigen Deutschland noch hat, schildert dieser Sammelband anhand von fünf Texten, die sich z.B. mit dem verbotenen Theaterstück "Das Maria-Syndrom" beschäftigen. Viele Abbildungen vor allem aus dem Privatarchiv des Mitautors Roland Seim illustrieren einige Eingriffe, die längst nicht nur aufgrund des § 166 StGB vorgenommen werden.

Riedmann, Sylvia / Flatz, Christian (Hrsg.): Rassismus im virtuellen Raum, 1998.

Die Innsbrucker Politologen versammeln mehr oder weniger themenzentrierte Aufsätze zur Problematik 'Meinungsfreiheit oder Zensur' bei rechtsradikalen Web-Sites. Neben medienethischen Betrachtungen zeigt der Dokumentarteil eine Auswahl relevanter Seiten.

Riess, Curt: Erotica! Erotica! Das Buch der verbotenen Bücher, Hamburg 1967.

Dieser zu Unrecht in Vergessenheit geratene Klassiker ist mit fast 500 Seiten das wohl umfassendste und fundierteste Literaturgeschichtswerk zum Genre Erotik, auch wenn es häufig ins Anekdotische abgleitet. Angereichert ist es mit einigen 'galanten' Bild-beispielen.

Riley, Gail Blasser: Censorship. Facts on File, New York 1998.

In der Reihe "Library in a Book" bietet das umfassende Buch (200 S.) eines Juristen einen Überblick der Eingriffe in das "First Amendment" der US-Verfassung, das die Äußerungsfreiheit garantieren soll. Neben den Gesetzen und der Zensur des geschrie-benen Wortes werden auch Beispiele aus Kunst, Meinungsfreiheit und Neue Medien beschrieben. Der zweite Teil beinhaltet u.a. eine 50seitige annotierte Bibliographie amerikanischer Veröffentlichungen, die zu weiterer Forschung anleitet und Adressen von (amerikanischen) Organisationen, die sich mit der Medienfreiheit beschäftigen.

Ritz, Dorothee: Inhalteverantwortlichkeit von Online-Diensten. Strafbarkeit von Online-Diensten in ihrer Funktion als Inhalteanbieter, Online-Service-Provider und Internet-Access-Provider für die Verbreitung von Pornographie im elektronischen Datennetz (Ein Rechtsvergleich), Diss., hier Frankfurt/M. u.a. 1998.

Rechtswissenschaftliche Dissertation zu einem aktuellen Problem moderner Kommunikations-techniken mit länderübergreifendem Vergleich.

Robertson QC, Geoffrey: Freedom, the Individual and the Law, London 19937.

Das in den letzten dreißig Jahren immer wieder aktualisierte Standardwerk der zivilen Freiheitsrechte befaßt sich u.a. mit Zensur, Äußerungsfreiheiten und Filmregulationen.

Rohde, Franz: Die Nachzensur in Art. 5 Abs. 1 Satz 3 GG. Ein Beitrag zu einem einheitlichen Zensurverbot, Kiel 1997, zugl. Diss. jur. 1996, Univ. Kiel.

Wie der eher öde Titel und der trockene Entstehungsort (Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaft an der Uni Kiel) bereits andeuten, ragt auch diese juristische Doktorarbeit leider nicht aus der langen Reihe von ähnlichen Arbeiten, die zudem nur sehr lückenhaft im schmalen Literaturverzeichnis nachgewiesen werden, hervor. Wohl nur für Juristen interessant.

Rückert, Corinna: Frauenpornographie – Pornographie von Frauen für Frauen, Frankfurt/M. u.a. 2000, zugl. Diss.

Diese kulturwissenschaftliche Dissertation untersucht auf dem Hintergrund der femini-stischen Anti-Porno-Debatte u.a. die spezifischen Formen und Inhalte weiblicher Porno-graphie in Abgrenzung zum Mainstream.

Rühl, Ulli F. H.: "Tatsachen - Interpretationen - Wertungen. Grundfragen einer anwendungsorientierten Grundrechtsdogmatik der Meinungsfreiheit", Baden-Baden 1998.

Mit 434 S. sehr ausführliche juristische Habilitationsschrift aus dem Jahr 1997, die sich vorwiegend mit dem Persönlichkeitsrecht befaßt. Leider mit nur schmaler Bibliographie.

Russell, Diana E. H.: Against Pornography: The Evidence of Harm, Berkeley/USA 1993.

Die Soziologin schildert anhand einschlägiger Bildbeispiele aus Sex-Magazinen wie "Hustler", "Penthouse" usw. die Erscheinungsformen von Pornographie. Das Spektrum reicht von frivolen Cartoons bis zu gewalthaltigen/frauenverachtenden Darstellungen in Hard-Core-Pornos. In Anlehnung an die durchaus umstrittenen Thesen von MacKinnon/ Dworkin handelt es sich für Prof. Russell, PhD dabei um eine Art Vergewaltigung (auch des gesellschaftlichen Frauenbildes), die auch zu realen Mißbrauch führen kann.

Schnurrer, Achim (Hrsg.): Comic: Zensiert 1, Sonneberg 1996.

Das unter dem Eindruck der ersten massiven Beschlagnahmen gegen den Alpha Comic Verlag entstandene Buch schildert die oftmals skurrilen zensorischen Eingriffe gegen die "Neunte Kunst". Schwarze Balken, Retuschen und Indizierungen zeugen von dem Kampf der Kunstfreiheit gegen die Zensur, die zumeist unter dem Etikett Jugendschutz auftritt. Die Texte von Achim Schnurrer, Josef Spiegel, Roland Seim und Dieter Hiebing sind reich illustriert.

Ders.: Comic: Zensiert 2, Sonneberg 2000 (in Vorbereitung).

Dieses Jahr soll der lange geplante Fortsetzungsteil des 1996 zum Internationalen Comic-Salon Erlangen erschienenen ersten Bandes herauskommen. Die Verzögerung erklärt sich aus den zeitintensiven Prozessen gegen den Alpha Comic Verlag vor dem Gericht in Meiningen bzw. der Revision vor dem Bundesgerichtshof.

Scholz, Rainer: Jugendschutz. Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit - Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte und andere Vorschriften mit Erläuterungen, 3. Aufl., München 1999.

Der sperrige Titel gibt den Inhalt schon wieder. Die aktuelle Auflage berücksichtigt u.a. auch die Auswirkungen für digitale Datennetze durch das "Multimediagesetz" (IuKDG).

Schorb, Bernd / Theunert, Helga: Jugendmedienschutz im digitalen Fernsehen. Wie er technisch funktioniert und wie Familien damit umgehen, Berlin 1998.

Der Frage der technischen Sperrung oder Filterung von derzeitigen und zukünftigen Digitalprogrammen durch TV-Veranstalter und Eltern geht diese knappe Studie nach.

Schreibauer, Marcus: Das Pornographieverbot des § 184 StGB: Grundlagen, Tatbe-standsprobleme, Reformvorschläge, Regensburg 1999.

Der Autor breitet den strafrechtlichen Pornographievorwurf in den Medien aus, schildert die einschlägige Rechtsprechung und fordert verschärfte Alterskontrollen und bessere Bekämpfung von jugendgefährdenden Inhalte vor allem im Internet. Neben juristischen Fragen geht er der Wirkungsforschung nach und tangiert das Problem der Kunstfreiheit.

Schulze Kalthoff, Christian: Zensur - nein danke! Jugendmedienschutzpolitik in der Bundesrepublik Deutschland, Erlangen-Nürnberg: Friedrich-Alexander Universität 1997.

Diese unveröffentlichte Magisterarbeit widmet sich einmal mehr der Bundesprüfstelle und der FSK, stellt ihre Aufgaben und Arbeitsweise vor und analysiert einige Fälle.

Schwab, Jürgen: Die Meinungsdiktatur. Wie 'demokratische' Zensoren die Freiheit beschneiden, Coburg 1997.

Die offenbar rechtsideologisch geprägte Interpretation (338 S.) lag uns leider nicht vor.

See No Evil – Banned Films and Video Controversy, Stockport/England 2000.

Die Macher des englischen Magazins "Headpress" widmen sich den umstrittenen direkten Zusammenhängen zwischen Videogewalt und realer Violenz. Viele der in Eng-land als "Video Nasties" verbotenen Filme, Fälle und Interviews werden vorgestellt.

Seim, Roland und Spiegel, Josef (Hrsg.): "Ab 18" - zensiert, diskutiert, unterschlagen. Beispiele aus der Kulturgeschichte der Bundesrepublik Deutschland. "Der dritte Grad", 3., verbesserte Auflage, Münster 2000 (Nachdruck der Auflage von 1995).

Der aus einem Projektseminar am Instiut für Soziologie der Universität Münster hervor-gegangene Sammelband gewährt einen umfassenden Einblick in die deutsche Zensurpraxis. Neben Texten der Herausgeber finden sich auch Stellungnahmen betroffener Kulturschaffender wie Klaus Staeck, Jörg Buttgereit, "Die Angefahrenen Schulkinder" und Ernst Volland. Abbildungen, Faksimiles von relevanten Medien und Gerichts-urteilen, Verbotslisten sowie Adressen runden den Sammelband ab.

Seim, Roland: Zwischen Medienfreiheit und Zensureingriffen. Eine medien- und rechts-soziologische Untersuchung zensorischer Einflußnahmen auf bundesdeutsche Populär-kultur, Münster 1997, zugl. Diss. phil. 1997, Univ. Münster (korr. Nachdruck 1998).

Die von Prof. Dr. Horst Herrmann betreute Studie des Kunsthistorikers und Soziologen Seim befaßt sich mit den vielfältigen Zensurmechanismen der hiesigen Kulturlandschaft. Sowohl die Zensurgeschichte, die rechtlichen Grundlagen und Institutionen als auch die Faszination der Verbote werden geschildert. Der zweite Teil führt nach Genres gegliedert zahlreiche Beispielfälle auf, von denen einige im Anhang reproduziert sind. Die fast 100seitige Bibliographie dürfte die umfangreichste zum Thema darstellen.

Shattuck, Roger: Forbidden Knowledge: From Prometheus to Pornography, New York 1996.

In diesem edel edierten Buch arbeitet der Bostoner Literaturprofessor anhand histori-scher Fälle sechs Kategorien der Unterdrückung von Wissen heraus, z.B. religiöse, moralische oder autoritäre Verbotsgründe von Inhalten, die als unerwünscht, gefährlich, destruktiv oder 'delikat' eingestuft wurden.

Sieber, Ulrich: Kinderpornographie, Jugendschutz und Providerverantwortlichkeit im Internet. Eine strafrechtsvergleichende Untersuchung, Mönchengladbach 1999.

Die fast 450 Seiten umfangreiche, vom Bundesministerium für Justiz herausgegebene Studie, untersucht die internationalen Strafrechtsmöglichkeiten gegen illegale Internet-Inhalte. Zahlreiche originalsprachliche Vorschriften werden zitiert und interpretiert.

Ders.: Verantwortlichkeit im Internet. Technische Kontrollmöglichkeiten und multimedia-rechtliche Regelungen, München 1999.

Stark, Jürgen: No Sex: Die neue Prüderie in Deutschland. Moralapostel und Lustfeinde auf dem Vormarsch, Reinbek 1996.

Populärwissenschaftlich salopp geschriebenes Buch unter Einbeziehung der Spezifika der hamburgerischen Amüsierrmeile.

Steiner, Wilfried (Hrsg.): Zensur oder Freiwillige Selbstkontrolle? Vom Tabubruch zur politischen Korrektheit, Konkret Texte 13, Hamburg 1997.

Der Titel dieses Sammelbandes verspricht leider mehr, als er im Zusammenhang mit dem Zensurthema hält. Vielmehr loten die Beiträge u.a. von Diedrich Diederichsen und Mark Terkessidis den Begriff "Kulturkampf" aus oder beleuchten die political correctness. Spannend in unserem Zusammenhang ist Georg Seeßlens Text "Kinderschänder und Bilderfälscher", der bedauerlicherweise ohne Fußnoten und Literaturangaben auskommt.

Stock, Martin: Medienfreiheit in der EU-Grundrechtscharta: Art. 10 EMRK ergänzen und modernisieren!, Frankfurt/M. u.a. 2000.

Die medienrechtliche Studie widmet sich dem derzeitigen Stand der Charta und fragt, ob die Definition der Medienfreiheit als Äußerungsfreiheit nach Art. 10 hinreichend ist.

Strossen, Nadine: Zur Verteidigung der Pornographie. Für die Freiheit des Wortes, Sex und die Rechte der Frauen, Zürich 1997.

Die amerikanische Juraprofessorin setzt ihre liberale Anti-Zensur-Haltung gegen die übereifrige Positionen der Feministinnen vom Schlage der Hardliner Andrea Dworkin und Catherine McKinnon. Heraus kam ein ermutigend undogmatisches Plädoyer für die (sexuelle) Selbstbestimmung gerade von Frauen.

Trebbin, Frank: Die Angst sitzt neben Dir - Gesamtausgabe -, Berlin 1998.

Der beeindruckende, großformatige Band versammelt auf 770 Seiten nicht nur die Film-besprechungen/-bewertungen der sechs Einzelbände, sondern auch viele Neuzugänge und Überarbeitungen. Für die leider entfallenen Textillustrationen wird man durch einige Farbtafeln mit seltenen Filmmotiven entschädigt. Unaufgeregt kompetent geschrieben und zuverlässig zu lesen – das Standardwerk seines Bereiches! Besser als die formal etwas enttäuschende CD-ROM, die das AG Tiergarten im März 2000 beschlagnahmte.

Verfassungsschutzbericht 1999. Hrsg. vom Bundesministerium des Innern, Bonn 2000;

Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen über das Jahr 1999. Hrsg. vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 2000.

Die illustrierten Berichte dokumentieren auf jeweils knapp 300 S., welche Gruppen und Personen wegen extremistischer Aktivitäten als verfassungsfeindlich eingestuft und beobachtet wurden. Terrorismus, Rechts- und Linksextremismus, Sicherheitsgefährdung durch Ausländer, Spionage und Scientology werden aufgeführt und anhand signifikanter Veröffentlichungen (Flugblätter, Magazine, Web-Sites oder Tonträger) veranschaulicht.

Villar, Esther: Denkverbote. Tabus an der Jahrtausendwende, Bergisch Gladbach 1998.

Diese "Streitschrift gegen die Fesseln des Zeitgeistes" widmet sich informellenThemen, die aus der öffentlichen Diskussion verdrängt werden sollen.

Wallace, Jonathan und Mangan, Mark: Sex, Laws and Cyberspace: Freedom and Censorship on the Frontiers of the Online Revolution, New York 1996.

Das Buch über rechtliche und ethische Ansätze bei Internet/Online-Service beinhaltet auch Interviews mit Usern, die für oder gegen Cyberspace-Regulationen argumentieren.

Wanckel, Endress: Persönlichkeitsschutz in der Informationsgesellschaft. Zugleich ein Beitrag zum Entwicklungsstand des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes, Frankfurt/M. u.a. 1999, zugl. Diss. jur.

Gerade durch die digitalen Medien kann die Selbstbestimmung des Menschen unterhöhlt werden. Wie die Rechtsprechung auf diese Entwicklung reagiert ist Wanckels Thema.

Weber, Daniel: Netzgeflüster. Exkursionen ins Internet, Zürich/Schweiz 1999.

Sammlung von 61 Beiträgen eines Mitarbeiters der Neuen Zürcher Zeitung, die 1997-98 in seiner Kolumne "Exkursionen ins Internet" erschienen sind. Weber plädiert als Verfechter der Meinungsfreiheit gegen Zensur.

Whitaker, Reg: Das Ende der Privatheit. Überwachung, Macht und soziale Kontrolle im Informationszeitalter, München 1999.

Der kanadische Politikprofessor entlarvt die Utopie von der Gleichheit in der vernetzten Welt und analysiert die Machtverhältnisse im Cyberspace der Informationbroker.

Zehnder, Matthias W.: Gefahr aus dem Cyberspace? Das Internet zwischen Freiheit und Zensur, Basel/Schweiz 1998.

Der Autor geht der Frage nach, welche Internet-Inhalte von der Gesellschaft als gefährlich angesehen werden und wie Zensur im Netz stattfindet. Im Zentrum stehen dabei Pornographie und Extremismus. Es werden die juristischen Grundlagen und technischen Maßnahmen zur Eindämmung solcher Inhalte vorgestellt. Zehnder warnt vor einer hysterischen Beschränkung dieses Zukunftsmediums durch neue Gesetze und plädiert für mündige aufgeklärte User.

Zelger, Christian: Zensur im Internet: eine Argumentationsanalyse auf Grundlage des Naturrechts und der Menschenrechte, Berlin 1999.

Diese Salzburger Magisterarbeit untersucht die ethischen und juristischen Gründe für eine Zensur im Internet zur Verhinderung des Mißbrauchs problematischer Online-Angebote. Der Autor dürfte einer der wenigen sein, die sich für eine Zensur aussprechen, wenn er resümiert (S. 190): "Kontrolliert und gezielt eingesetzt hilft eine Zensur im Internet dieses als sauberes und nützliches Informationsmedium zum Wohle der Menschheit für das 3. Jahrtausend zu erhalten." Im Literaturverzeichnis finden sich themen-relevante Net-Adressen und Foren; viele davon sind aber von privaten Teilnehmern und leider nicht mehr erreichbar.

Zwanzig Jahre phantastische Videocover: Die schönsten und seltensten Videocover von 1980 bis heute. Zusammengestellt von Andreas Bethmann , Hille 1998.

Auch wenn die Auswahl aus Andreas Bethmanns Privatsammlung recht beliebig erscheint, zeigt dieses für Sammler und Neueinsteiger interessante Bilderbuch doch auf rund 200 Seiten hervorragende Farbreproduktionen vieler seltener und heute kaum noch bekannter Videocover; viele davon auch von verbotenen Filmen. Die Schätzungen des auf Börsen erzielten Sammlerwertes der Cassetten sind informativ, während des Autors knappes Nachwort eher wenig Neues zum Zensurthema bringt.

Einige Adressen von Selbstkontrollgremien u.ä.:

ASK (Freiwillige Selbst-Kontrolle des Verbandes der Deutschen Automaten-Industrie e.V.), Dircksenstr. 49, 10178 Berlin

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Haager Weg 44, 53127 Bonn

Deutscher Presserat, Postfach 7160, 53071 Bonn, E-Mail: DeutscherPresserat@t-online.de

Deutscher Werberat, Postfach 20 14 14, 53144 Bonn, Internet: www.zaw.de

FSF (Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen), Lützowstr. 22, 10785 Berlin, Internet: www.fsf.de, E-Mail: infi@fsf.de oder direkt zum Geschäftsführer: gottberg@fsf.de

FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft), Kreuzberger Ring 56, 65205 Wiesbaden, Internet-Adresse: www.fsk.de, E-Mail: fsk@spio-fsk.de

FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Beschwerdestelle), Winter-str. 50, 53177 Bonn, Internet-Adresse: www.fsm.de E-Mail: hotline@fsm.de

Jugendschutz-Net (Beauftragter der Obersten Landesbehörden für Jugendschutz in Mediendiensten), Fritz-Kohl-Str. 24, 55122 Mainz, E-Mail: buero@jugendschutz.net

USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), Rungestr. 25, 10179 Berlin, Internet: www.usk.de, E-Mail: info@usk.de

Einige Internet-Adressen zum Jugendschutz:

Die Kampagne "Netz gegen Kinderpornos" vom Heise-Verlag ("c't", "telepolis") dient als Anlaufstelle für Hinweise auf diesbezüglich strafbare Web-Adressen (URLs): www.heise.de/ct/Netz_gegen_Kinderporno/ Andere Initiativen sind www.kidcarenet.de und www.anti-kinderporno.de

Ein deutsches "Adult Verification System" ist www.x-check.de, das genau auf die Jugendschutzbestimmungen achtet. Ein ähnliches Konzept bietet auch www.netzwache.de an. Überdies existieren www.medienrat.de und das von den Jugendministern der Länder initiierte www.jugendschutz.net (E-Mail: buero@jugendschutz.net) sowie als Info-Forum/ Anlaufstelle für besorgte User www.jugendmedienschutz.de / www.jugendschutz.org. Das Suchprogramm "Perkeo Filescan" (Adresse der Herstellerfirma Compass Informatik: www.perkeo.com) der LKA (Landeskriminalämter) sucht nach strafrechtlich relevanten Dateien im Netz. Das Dezernat 52 des Bayerischen LKA ( www.polizei.bayern.de ) hat sich auf Kinderpornographie spezialisiert. Das BKA (Bundeskriminalamt) ist unter www.bka.de/national.cw3 im Netz. Ergebnisse der Observierung des rechtsideologischen Teils der Web-Szene sind u.a. unter www.verfassungsschutz.de abfragbar.

Auf internationaler Ebene gibt es gerade in den USA zahlreiche Anbieter von Filterpro-grammen und Ähnlichem wie www.cyberpatrol.com (Listen:  www.learningco.com ), www.internetwatch.org.uk , www.hatewatch.org , www.webchaperone.com , www.cybersitter.com (Liste: www.solidoak.com ), www.netnanny.com , www.surfwatch.com , www.adultcheck.com  sowie Initiativen, die sich mit einer Kontrolle des Internet befassen: www.angelfire.com   und www.cyberangels.org  (oder www.safesurf.com/cyberangels ). Das "Recreational Software Advisory Council" baut ein mit PICS ( http://w3c.org/PICS/  ) kompatibles Bewertungssystem auf, das Web-Sites mit Labels versieht ( www.rsaci.com   ). Unter: www.secorvo.de findet sich u.a. Literatur zur Cybersicherheit. Ein "Netiquette Guide" (hier von Brad Templeton, USA) steht unter: www.clari.net/brad/emily.html  .

Gerade in den USA gibt es zahllose Organisationen sowohl pro als auch contra Zensur. Einige Adressen finden sich in Herbert N. Foerstels neuem Buch "Banned in the Media".

Internet-Adressen einiger wichtiger Organisationen zur Meinungsfreiheit:

Hinweis zur Benutzung: Vor jeder Web-Site-Adresse mit www steht automatisch http:// als Standardeinleitung. Nach jeder Adresse empfiehlt es sich, ein / (oder index.htm) anzufügen, um auf die Homepage zu gelangen.

ACLU (American Civil Liberties Union / Arts Censorship Project), USA: www.aclu.org

ALA (American Library Association / Office for Intellectual Freedom), USA: www.ala.org    bzw. www.ala.org/oif.html   E-Mail: oif@ala.org  bzw.: u24803@uicvm.uic.edu

American Booksellers Foundation for Free Expression, USA: www.ambook.org/aba

E-Mail: info@bookweb.org

Amnesty International, GB:
www.amnesty.org
  E-Mail: username@amnesty.org

ai - Deutsche Sektion:
www.amnesty.de
  E-Mail: ai-de@amnesty.de

Article 19, GB:
 
www.article19.org
  E-Mail: article19@gn.apc.org  

Boardwatch Magazine, USA:
 
www.boardwatch.com

Campaign Against the Censorship of the Internet in Britain: www.liberty.org.uk/cacib

Canadian Journalists for Free Expression, Kanada: www.cjfe.org E-Mail: cjfe@cjfe.org  

Censorware, Michael Sims, USA:
 
http://censorware.org

Center for Democracy and Technology, USA:
www.cdt.org

Civil Society Internet Forum, Japan:
www.CivilSocietyInternetForum.org

Comic Book Legal Defense Fund, USA:
www.edgeglobal.com/cbldf

E-Mail: cbldf@codexx.com

Computer Professionals for Social Responsibility, USA:
www.cs.virginia.edu/-hwh6k/public/cyber-rights.html

E-Mail: 
cpsr@csli.stanford.edu

Cyberlaw Center, USA:
www.lawdesk.com/CyberlawCenter.htm

Cyberlaw Encyclopedia, USA:
www.gahtan.com/cyberlaw/

Cyber Rights and Cyber Liberties, GB:
www.leeds.ac.uk/law/pgs/yaman/yaman.htm

Cyberspace Law Journal, USA:
http://raven.cc.ukans.edu/-cybermom/CLJ/clj.html

Derechos Human Rights, USA:
www.derechos.org

E-Mail:
rights@derechos.org

EFA (Electronic Frontiers Australia), Australien:
www.efa.org.au

EFF (Electronic Frontier Foundation), USA:
www.eff.org
 
E-Mail:
info@eff.org

EPIC (Electronic Privacy Information Center), USA:
www.epic.org/freespeech

Ethical Spectacle, GB [?]:
www.spectacle.org

European Institute of the Media, Deutschland:
www.eim.org
 
E-Mail:
madp@eim.de

Feminists Against Censorship (FAC), USA:
www.fiawol.demon.co.uk/FAC

Feminists for Free Expression, USA:
www.well.com/user/freedom

E-Mail:
freedom@well.com

Freedom Forum, USA:
www.freedomforum.org

E-Mail:
news@freedomforum.org

Freedom House, USA:
www.freedomhouse.org
 
E-Mail:
frhouse@freedomhouse.org 

FreeMuse - The world forum on music&censorship, Dänemark:
www.humanrights.dk

FreeNet, GB:
http://freenet.sourceforge.net (Download für anonymen Datenaustausch)

GILC (Global Internet Liberty Campaign), USA:
www.gilc.org

E-Mail:
info@gilc.org
(E-Mails aus dem deutschsprachigen Raum auch an:
erich-moechel@quintessenz.at
)

Human Right Watch Fund for Free Expression, USA:
www.hrw.org

E-Mail:
hrwync@hrw.org

IFEX (International Freedom of Expression eXchange) Clearing House, Canada:
www.ifex.org
 
(das Magazin unter:
www.ifex.org/communique )
E-Mail:
ifex@ifex.org

Index on Censorship, GB:
www.indexoncensorship.org
E-Mail:
contact@indexoncensorship.org

International Federation for Information and Documentation (FID), Niederlande:
www.fid.conicyt.cl:8000/who1.htm  
E-Mail:
secretariat@fid.nl

International PEN, GB:
http://oneworld.org/internatpen
 
E-Mail:
intpen@gn.apc.org

The International Press Institute, Österreich:
www.freemedia.at
E-Mail:
ipi.vienna@xpoint.at
  und info@freemedia.at

Internet Freedom, GB:
www.netfreedom.org
 
E-Mail:
campaign@netfreedom.org

The Internet Users Consortium, USA:
www.indirect.com/www/molsen/index.html

Internetwatch, GB:
www.internetwatch.org.uk

LM Magazine, GB:
www.informinc.co.uk

National Campaign for Freedom of Expression, USA:
www.ncfe.net

und:
www.tmn.com/Artswire/www/ncfe.html

E-Mail:
ncfe@nwlink.com

National Coalition Against Censorship, USA:
www.ncac.org
E-Mail:
ncac@netcom.com

National Freedom of Informaiton Coalition, USA:
www.reporters.net/nfoic  
E-Mail:
foift@airmail.net

National Security Archive, USA:
www.gwu.edu/˜nsarchiv

Norwegian Forum for Freedom of Expression, Norwegen:
http://home.sol.no/-nfy
 
E-Mail:
nffe@online.no   (sie initiierte u.a. die "Bibliotheca Alexandrina" über Zensur)

OSCE:
www.osce.org

E-Mail:
pm-fom@osce.org

Peacefire, USA:
www.peacefire.org
E-Mail von Bennett Haselton: bennett@peacefire.org

PEN American Center Freedom to Write Committee, USA:
www.pen.org
E-Mail:
pen@echonyc.com

Pretty Good Privacy (Verschlüsselung), USA:
http://web.mit.edu/network/pgpfone

Project Censored, USA:
http://censored.sonoma.edu/ProjectCensored    

Publishing Law Center, USA:
www.publaw.com/articles.html

Reporters Committee for Freedom of the Press, USA:
www.rcfp.org/rcfp
E-Mail:
rcfp@rcfp.org

Reporters Sans Frontières, Frankreich:
www.rsf.fr

E-Mail:
rsf@rsf.fr

Rock Out Censorship, USA:
www.xnet.com/˜paigeone/noevil/roc.html
E-Mail:
roc@clover.net

Telepolis (Online-Magazin), Deutschland:
www.heise.de/tp

Thomas Jefferson Center for the Protection of Free Expression, USA:
http://tjcenter.org
 
E-Mail:
jwheeler@igc.apc.org

VHO (Vrij Historisch Onderzoek), Belgien: vho.org/censor/D.html [20seitiger Kommentar von Anton Mägerle zur Zensur in Deutschland aus rechter Sicht]

Wired (Online-Magazin), USA:
www.hotwired.com

World Press Freedom Committee, USA:
www.wpfc.org

E-Mail:
freepress@wpfc.org

Einige zufällig gefundene, in unserem Zusammenhang interessante Adressen:

www.informatik.uni-leipzig.de/˜mai97iwy/indiziert/start.html (Listen)

www.musicforum.de/zensur.htm (Listen)

www.vov.de/schriftliches/vov_zensur.html (Links)

www.kybernaut.de/modern/03-1996/positronikzensur.html (Meinungen zur Zensur)

www.neo-tech.com/german-discovery/einflu92.html
(USA und Zensur)

http://members.tripod.com/-toasty1/zensur.htm
(Zensur und Computerspiele)

www.archmatic.com/glossar/z_zensur.htm
(Zensur im Internet)

www.webnetcom.de/zampano/zensiert.htm
(Zensur und Internet)

www.hsi-infopool.de/zensur/
(Zensur und Jugendschutz in Deutschland)

www.blood-is-red.de
(Computerspiele und Zensur)

www.splatter-gore-visionen.de
(virtuelles Magazin zu Horrorfilm und Zensur)

www.nadir.org/nadir/archiv/Medien/Zeitschriften/radikal/netzzensur/
(Radikal-Doku)

Internationale Treffer zu "Censorship" sind sehr umfangreich über die üblichen Such-maschinen wie www.altavista.digital.com, www.yahoo.com, www.northernlight.com, www.webcrawler.com, www.google.com, www.ussc.alltheweb.com usw. zu erhalten.

Auf dem niederländischen Server www.xs4all.nl  findet man einige für das Zensurthema relevante Links, interessant auch www.liberty.org.uk

Im Verzeichnis www.suchen.de sind alle registrierten deutschen E-Mail-Adressen eruier-bar (derzeit rd. 200.000). Viele Homepages und Informationen zu "Zensur" findet man unter Eingabe dieses Begriffs bei Suchmaschinen wie www.web.de, www.crawler.de, www.altavista.de, www.fireball.de und www.yahoo.de usw.. Newsgroups sind unter www.dejanews.com abfragbar. Das wohl wichtigste deutsches Diskussionsforum im Usenet zum Thema ist de.soc.zensur. Auch in de.rec.tv.misc und de.rec.fil.misc finden sich Zensurdiskussionen. Filmkenner Paul Engst gründete eine "Initiative gegen Medien-zensur"; sein E-Mail-Adresse lautet: paul@pauls-page.de.

Zudem gibt es einige für Filmfreunde und kulturhistorisch Interessierte spannende Web-sites: Die "Internet Movie Database" (IMDB) hält auf ihrer Website allerlei Informationen über länderspezifische Kürzungen, Filmkritiken und Stabangaben parat. IMDB ist unter: www.imdb.com bzw. http://german.imdb.com/ zu erreichen. Infos zum US-Rating unter: www.mpaa.org; News aus der Horrorecke unter: www.freespeech.org/horror/news.html

Lesenswertes zum Thema "Trash und Horror" findet sich bei den "Cineastischen 4" unter www.cine4.de/cinehaup.htm und bei Thomas Höhl unter: www.sftv.ch/hoehl/horror.htm

Unter den Adressen www.pitofhorror.com und http://members.xoom.com/SplatterSven erfährt man Neues zum Horrorfilm; zu Filmschnitten u.ä. Zensureingriffen vor allem unter www.schnittberichte.de und www.plastic-iguana.com. Merkwürdiges wie z.B. Horror-hörspiele findet sich unter: www.geocities.com/daemonenwelt/, www.666hexen.de und unter: www.darklinks.com/.

"Haiko's Filmlexikon" steht unter:
www.2.pair.com/nlw/filme/homepage.htm

Das Deutsche Filminstitut in Frankfurt hat die Ergebnisse eines Projektes zur Filmzensur ins Netz gestellt: "Verbotene Bilder, manipulierte Filme. Edition der Zensurgutachten der Berliner Oberprüfstelle 1920-1938". Interessant vor allem für Filmhistoriker unter: www.filminstitut.de

Auch der Telos Verlag Dr. Roland Seim ist mit folgenden Info-Websites im Internet:
http://home.t-online.de/home/Roland.Seim/
E-Mail:
Roland.Seim@t-online.de

und (von Drubig gestaltet):
www.zensur.here.de bzw. www.geocities.com/zensur2000/


Zum Schluß noch der Hinweis auf den Verein:
Gegen Zensur - für die Freiheit der Kunst e.V., Amselstr. 49, 51069 Köln.

 

Über Anregungen, Ergänzungen und jedwedes Material zum Thema Zensur in Deutschland würden sich die Herausgeber sehr freuen!

 
   
 
 
 

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